An die Aktionäre

Vorstand (v.l.n.r.): Dr. Jürgen Greschner (CSO), Jennifer Bodenseh (CFO), Dr. Gottfried Greschner (CEO), Matthias Kühn (COO)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,   

wenn ein erfahrener Börsianer die Jahresbilanz eines Unternehmens mit der Empfehlung „Klarer Kauf!“ zusammenfasst, dann ist das ein Grund zur Freude. Unser Unternehmen, die init innovation in traffic systems SE, ist so ein „klarer Kauf“. Wir tun alles, damit das auch in Zukunft so bleibt.  

Das abgelaufene Jahr war für init ein sehr gutes Jahr. Wir haben unsere Wachstumsziele trotz aller weltwirtschaftlichen Turbulenzen erreicht und insbesondere die EBIT-Marge kräftig gesteigert. Mit rund 156 Mio. Euro haben wir einen neuen Umsatzrekord verbucht und ein Umsatzwachstum von rund 15 Prozent erzielt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und mit mehr als 16 Mio. Euro sogar unsere nach oben angepasste Planung nochmals leicht übertroffen. Mit mehr als 10 Prozent EBIT-Marge haben wir hier zugleich ein wichtiges Etappenziel erreicht.   

Dass dieses Wachstum nicht nur episodisch, sondern anhaltend ist, dafür spricht auch der 2019 erzielte Auftragseingang. Mit rund 160 Mio. Euro liegt er über dem realisierten Jahresumsatz und auf dem Rekordniveau des Vorjahres.   

Und die Tendenz ist weiterhin positiv: Das Board of Directors der Metropolitan Transit Authority of Harris County (METRO), der öffentliche Nahverkehrsdienstleister für das Gebiet um die Stadt Houston in Texas (USA), hat angekündigt, uns mit der Lieferung eines ID-basierten Fahrgeldmanagementsystems zu beauftragen. Dies allein bedeutet einen Auftragswert von deutlich über 30 Millionen US-Dollar.  

Erfolge wie dieser unterstreichen, dass init im Ticketingbereich, den wir in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut haben, auf dem anspruchsvollen nordamerikanischen Markt mittlerweile eine führende Position einnimmt. Diese wollen wir mit weiteren innovativen Produkten behaupten und ausbauen. Der nächste Schritt ist dabei, dass Fahrgäste mit dem Vorzeigen ihrer Hand ein Ticket lösen und bezahlen können. Diese Venenerkennung wird von unserer Tochterfirma iris in Berlin entwickelt. Hierdurch entsteht ein ID-basiertes Ticketingsystem der nächsten Generation.  

Ähnlich zukunftsweisend ist unser Assistenzsystem für Fahrgäste mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen. Die App ASSISTIVEtravel bietet ihnen bedarfsgerechte Unterstützung. Das Testprojekt MAVIS war in Singapur sehr erfolgreich, ist mittlerweile mehrfach ausgezeichnet und wird auch in Europa verstärkt angeboten.  Einen völlig neuen Ansatz auf der Basis innovativer Technologien verfolgt auch das Fahrgastleitsystem, das wir gerade für hochfrequentierte Verkehrssysteme entwickeln, zum Beispiel in asiatischen Mega-Cities wie Hongkong. Hier geht an den Haltestellen viel Zeit verloren, weil sich Fahrgäste in einzelnen Abschnitten der Bahnsteige und der Züge drängen, während andere Zugbereiche weitgehend leer sind. Unsere Lösung zeigt bereits am Bahnsteig an, wo noch Platz ist und wo nicht. So können Fahrgäste sich rechtzeitig vor Einfahrt des Zuges in den Wartebereichen positionieren, in denen freie Sitzplätze in den Waggons zu erwarten sind. Schon wenn es gelingt, hier die Haltezeit jeweils um Sekunden zu reduzieren, kann ein Verkehrsbetrieb durch die bessere Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur Millionen sparen.   

Eine völlig neue Herausforderung für Verkehrsbetriebe ist die Integration von Elektrofahrzeugen, die im Zuge der Klimaschutzprogramme weltweit immer stärker Verbreitung finden. Als Vorreiter und einziger Anbieter auf dem Markt ist init hier in der Lage, eine umfassende Systemlösung anzubieten, die alle betrieblichen Prozesse des Einsatzes von Elektrobussen umfasst.   

Dabei kommt, wie auch in unseren anderen init Lösungen, zunehmend künstliche Intelligenz zum Einsatz. Software unter Anwendung der künstlichen Intelligenz wurde bei init bereits vor 30 Jahren erstmals entwickelt. Derzeit wird Machine-Learning-Software bei unserem Kunden in San Francisco erprobt. Die Ergebnisse lassen eine deutliche Verbesserung der Pünktlichkeit (Prognose) erwarten.   

Unsere Investitionen in zukunftsweisende Technologien zahlen sich aus. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns gut aufgestellt, unser durchschnittliches Wachstumsziel von 15 Prozent p.a. beim Umsatz zu erreichen. Natürlich müssen wir abwarten, wie sich die Corona-Krise auf die ÖPNV-Branche auswirkt. Dennoch glauben wir noch an unsere ursprüngliche Planung. Diese sieht für 2020 ein Umsatzziel von rund 180 Mio. Euro vor. Die Verbesserung der EBIT-Marge wird sich ebenfalls weiter fortsetzen und das operative Ergebnis sich auf 18-20 Mio. Euro erhöhen.

Wir wollen Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, an diesem Wachstum über eine angemessene Dividende teilhaben lassen. Wir sind überzeugt, dass angesichts der durch Megatrends wie Digitalisierung, „Smart Mobility“ und Klimaschutz ausgelösten Nachfrage nach unseren Produkten auch die init Aktie weiterhin ein „klarer Kauf“ bleibt.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

Dr. Gottfried Greschner, Vorstandsvorsitzender

init innovation in traffic systems SE

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