Erfassung und Analyse von Fahrzeugdaten führt zu mehr Sicherheit und Effizienz

Wie sich Busfahren durch den Einsatz von MOBILE-ECO² bei „York Region Transit“, einem Verkehrsunternehmen im Großraum Toronto, Kanada, in puncto Sicherheit und Wirtschaftlichkeit deutlich verbesserte.

Resümee

  • Unsicheres und ineffizientes Fahrverhalten von Busfahrern wirkt sich auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aus und ist ein beträchtlicher Kostenfaktor
  • MOBILE-ECO² überwacht den Fahrzeugzustand und wirtschaftliches Fahren
  • Fahrer erhalten in Echtzeit Rückmeldung über Events wie z.B. zu hohe Drehzahlen, lange Standzeiten bei laufendem Motor und Geschwindigkeiten über dem definierten Limit
  • York Region Transit: 50% Rückgang von sicherheitswidrigem und unwirtschaftlichem Fahrverhalten seit der erstmaligen Einführung von MOBILE-ECO² im Dezember 2017

107.000 Verletzte und 1.180 Todesopfer: Das ist laut amerikanischem Verkehrsministerium die Bilanz der Unfälle, in die im letzten Jahrzehnt Busse allein in den USA verwickelt waren. Neben den menschlichen Tragödien ziehen Unfälle auch stets beträchtliche finanzielle Schäden nach sich. Die Kosten, die Busunfälle im letzten Jahrzehnt verursachten, werden von der zuständigen amerikanischen Behörde auf über 52 Millionen Euro geschätzt. Untersuchungen zeigen, dass über 90 % dieser Unfälle auf menschliche Fehlentscheidungen und Fahrerfehler zurückzuführen sind, und zwar speziell auf mangelnde Konzentration wegen Ablenkungen oder Fahrer mit aggressivem Fahrverhalten.

Höhere Kosten durch aggressives Fahrverhalten und Leerlauf

Das Fahrverhalten von Busfahrern wirkt sich nicht nur auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aus, sondern ist darüber hinaus auch ein beträchtlicher Kostenfaktor. Aggressives Fahrverhalten führt laut dem US-Energieministerium zu einem höheren Kraftstoffverbrauch von 10 – 40 %. Eine massive Vergeudung, die mit einem Betrag zwischen 165 bis 661 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Eine nicht zu vernachlässigende Größe stellen auch Fahrzeuge dar, die mit laufendem Motor stehen. Hochrechnungen zufolge verursachen sie einem Verkehrsunternehmen bei einer Flottengröße von 500 Bussen zwischen 70.670 und 141.340 Euro pro Jahr an Zusatzkosten – Beträge,die sich in der Bilanz durchaus bemerkbar machen. Die Gesamtzahl der registrierten Bus sein den USA beläuft sich auf 888.907, somit ergibt sich ein jährlicher Betrag von 121 bis 242 Millionen Euro, der durch Leerlaufzeiten verschwendet wird.

Echtzeit-Analyse unterstützt die Fahrsicherheit

Wer also die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr verbessern und Kosten für Kraftstoff einsparen möchte, muss Maßnahmen treffen, die – anders als die bisherigen Fahr- und Sicherheitstrainings– auf eine langfristige Veränderung der Fahrweise abzielen. Genau hier setzt INIT mit der Software-Suite MOBILE-ECO² an. Die Plattform für Fahrzeugzustandsüberwachung und wirtschaftliches Fahren ist nicht nur für einen begrenzten Zeitraum, sondern kontinuierlich im Einsatz und ermöglicht so eine dauerhafte Verbesserung des Fahrverhaltens. Fahrzeugseitig überwacht, analysiert, überträgt und speichert ein Bordrechner alle Datenströme, die mit dem Einsatz des Fahrzeugs in Zusammenhang stehen. Dazu gehören unter anderem Fahrzeuggeschwindigkeit, Drehzahl des Motors, Position von Gas- und Bremspedal in Prozent, Drehgeschwindigkeit, Beschleunigung, Kraftstoffverbrauch, gefahrene Distanz sowie Fahrzeugposition. Zusätzlich zu den Fahrzeugbetriebsdaten werden Identifikationsdaten gespeichert, die eine Zuordnung zu einem bestimmten Fahrzeug, zu Fahrer, Fahrt, Umlauf und Strecke ermöglichen. Mithilfe von Algorithmen ist der Bordcomputer in der Lage, gefährliches oder ineffizientes Fahrverhalten, sogenannte Events, zu erkennen, zu speichern und dem Fahrer in Echtzeit über ein Panel eine Rückmeldung zu übermitteln. Zu diesen Events zählen zu hohe Drehzahlen, lange Standzeiten bei laufendem Motor, starke Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, Spurverhalten oder Geschwindigkeiten über dem definierten Limit.

Datennutzung in der Zentrale

Der Bordcomputer übermittelt das Protokoll der gesamten Fahrt an das Zentralsystem. Dieses Protokoll beinhaltet auf die Sekunde genau die Daten jeder Fahrt und verzeichnet jedes Event. Über ein Webuser-Interface stehen zahlreiche Dashboards zur Verfügung und ermöglichen unterschiedlichste Analysen. Einen regelmäßigen Überblick liefern zusätzliche Berichte, die per E-Mail automatisch verteilt werden. Die in den Analysen gewonnenen Erkenntnisse dienen dann dazu, Schulungsmaßnahmen noch zielgenauer und effektiver zu gestalten.

Fallstudie: York Region Transit

Produkterweiterung, Testphase und Launch von MOBILE-ECO² wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Torontoer Verkehrsunternehmen York Region Transit durchgeführt. In einem ersten Schritt wurde MOBILE-ECO² in allen neuen Fahrzeugen installiert. Die Integration in ältere Fahrzeuge befindet sich derzeit in der Umsetzung. Noch ist das Projekt nicht vollständig abgeschlossen– so steht etwa die Integration der Ergebnisse in die Trainingsprogramme noch aus – doch die bisher gesammelten Daten zeigen jetzt schon erste, vielversprechende Erfolge: Die Anzahl von Events – also das Auftreten von sicherheitswidrigem und unwirtschaftlichem Fahrverhalten – ist seit der erstmaligen Einführung im Dezember 2017 um 50 % zurückgegangen. Daraus ergeben sich auch weitere Vorteile: Zum Beispiel ein geringerer Kraftstoffverbrauch, weniger Instandhaltungskosten und eine reduzierte Lärmbelästigung. In einem relativ kurzen Zeitraum konnten also weitreichende Verbesserungen erzielt werden, die erst durch die Installation von MOBILE-ECO² mit seiner effektiven Kombination aus Echtzeit-Warnhinweisen, Datensammlung und -analyse ermöglicht wurden.

Kontakt

Heiko Bauer

CEO

CarMedialab

 

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