regio­move nimmt Fahrt auf: inter­modale Buchungs­plattform wird Realität

Karlsruhe, Februar 2019

Auch in der eigenen Region gehört der Karlsruher Anbieter von Planungs-, Dispositions-, Telematik- und Ticketingsystemen INIT zu den führenden Impulsgebern für eine neue Mobilität: Für das Leuchtturmprojekt regiomove entwickelt INIT eine eigene Buchungsplattform. regiomove soll künftig jedem den passenden Mix aus den Mobilitätsangeboten der Region liefern, ob Stadtbahn, Bus, CarSharing oder Leihfahrrad. Und das Ganze aus einer Hand. Ein wichtiger Pfeiler des zukunftsweisenden Mobilitätsprojektes für die Region Karlsruhe ist die regiomove App. Sie soll den Menschen Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. „Welche und wie viele mobile Verkehrsmittel ich von A nach B nutze, das alles lässt sich dann per Smartphone planen, buchen und abrechnen“, erklärt Projektleiter Dr. Frank Pagel vom Karlsruher Verkehrsverbund (KVV). Für das Jahr 2019 sind bei regiomove einige wichtige Meilensteine geplant.

Wer sich ein eigenes Bild vom Projekt machen möchte, kann das am besten auf der neuen Internetseite www.regiomove.de. Dort hat regiomove bereits „Farbe bekannt“ und präsentiert sich im eigenen Design. Selbst ein Leitspruch durfte für den Anfang nicht fehlen: Alles außer beamen – dieses Versprechen geben die Macher des zukünftigen Mobilitätsangebotes für die nord-badische Region zwischen Bühl und Waghäusel. Dafür wird hinter den Kulissen bereits seit über einem Jahr in mehreren „Werkstätten“ gleichzeitig an der Umsetzung gearbeitet.

Ganz wesentlich für den Erfolg des Projekts: die von INIT programmierte Buchungsplattform, über die die verschiedenen Mobilitätsangebote integriert werden. Für den bequemen Umstieg vom einen zum anderen Verkehrsmittel sind besondere Mobilitätsstationen geplant, die sogenannten regiomove-Ports. Für die Gestaltung dieser Ports beginnt im März ein vom Karlsruher Stadtplanungsamt organisierter Designwettbewerb mit fünf Architektur- und Designbüros. Im Juli wird eine Fachjury deren Entwürfe beurteilen. Das Design der Ports soll einheitlich sein, damit sie einen hohen Wiedererkennungswert haben. Eine modulare Bauweise macht es dabei möglich, die Ports auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der unterschiedlichen Standorte anzupassen. Perspektivisch könnten an diesen Ports noch weitere Dienstleistungen angeboten werden – von Schließfächern bis hin zu Fahrrad-Reparatur-Services. Während der Projektlaufzeit bis Ende 2020 sollen in der Region Mittlerer Oberrhein vier bis acht solcher Ports entstehen.

Die Auswahl der Pilotstandorte wird ein wichtiger weiterer Projekt-Meilenstein für 2019 sein. „Wir wünschen uns diese Ports in der ganzen Region, um eine bestmögliche Vernetzung der Mobilitätsangebote zu erreichen“, so Dr. Frank Pagel. Er verweist jedoch auch auf den klar definierten Förderrahmen. So stehen für den Bau der Pilot-Ports rund eine Millionen Euro Fördermittel der EU und des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. „Das reicht allerdings noch nicht aus, um die ganze Region flächendeckend mit Ports auszustatten“, so Pagel. „Wir wollen im Rahmen des Projekts Pilot-Ports an Standorten mit hohem Vernetzungspotential bauen, um einen einfachen Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln und damit intermodale Reiseketten zu ermöglichen.“ Bei einem erfolgreichen Verlauf der Pilotphase soll regiomove auf die ganze Region ausgedehnt werden und einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen leisten. Umso wichtiger sei es, die ersten Pilot-Standorte sorgfältig auszuwählen. Dieser von den beiden Hochschulpartnern, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Hochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitete Auswahlprozess soll im März starten. „Dann werden wir direkt auf die Kommunen der Region zugehen“, kündigt Regionalverbandsdirektor Prof. Dr. Gerd Hager an. KVV und Regionalverband halten bereits Ausschau nach neuen Fördermöglichkeiten, um auch nach Projektende die Kommunen bei dem Bau weiterer Ports zu unterstützen.

Im Dezember 2017 startete das Projekt regiomove unter der Leitung des KVV. Die Formierung eines neuen Mobilitätsverbunds mit öffentlichen und privaten Mobilitätsanbietern soll den Fahrgästen eine nahtlose Mobilitäts- und Servicekette aus einer Hand ermöglichen. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird regiomove mit rund 4,9 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Gemeinsam mit den Partnern vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, dem Forschungszentrum Informatik, den Unternehmen PTV Group, INIT GmbH, raumobil GmbH und stadtmobil sowie dem Regional-verband Mittlerer Oberrhein, dem Landkreis Rastatt und der Stadt Karlsruhe wird die Zukunft der Mobilität in der gesamten Region neu gestaltet.

Update Oktober 2019: Inzwischen steht fest, mit welchen Kommunen der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) die ersten sieben Mobilitätsstationen im Rahmen des Förderprojektes regiomove realisieren möchte. Die sogenannten Ports sollen in Bad Schönborn-Mingolsheim, Stutensee-Blankenloch, Karlsruhe-Hagsfeld, Ettlingen, Rastatt, Baden-Baden und Bühl bis spätestens Mitte 2021 entstehen.

„Mit regiomove vernetzt sich die nachhaltige Mobilität in der Region. Dabei stehen die sieben Pilot-Ports im Karlsruher Verkehrsverbund für unser Ziel, die Multimodalität auch sichtbar und erfahrbar zu machen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Ausgewählte Ports werden nach dem Bau vom KIT hinsichtlich deren Akzeptanz und Wirkung evaluiert. Die regiomove-Ports werden an ihrem einheitlichen Design erkennbar sein, das im Sommer aus einem Wettbewerb hervorgegangen ist. Das Gewinnerduo Netzwerkarchitekten aus Darmstadt und unit-design aus Frankfurt am Main ist mit der Vorplanung beauftragt. Der KVV steht bereits im Kontakt mit den sieben ausgewählten Kommunen, um die jeweiligen Standortmöglichkeiten und Mobilitätsverknüpfungen zu definieren. Die Ports werden modular aufgebaut sein, so dass die Stationen an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden können.

Kontakt

Andrea Mohr-Braun

Marketing Director

INIT GmbH

Deutschland

Telefon: +49 721 6100 113

Fax: +49 721 6100 399