Forschung & Entwicklung

Lösungen für die Herausforderungen des ÖPNV von morgen

Seit über 35 Jahren ist es unsere Vision, den technischen Fortschritt schnell für den öffentlichen Personennahverkehr nutzbar zu machen – damit er effizienter und attraktiver wird. In vielen Unternehmensbereichen arbeiten INIT Mitarbeiter daran, diese Vision umzusetzen. So bringen unsere Entwicklungsteams in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden, deren Blickwinkel in unsere Produktentwicklung ein und beteiligen sich an Standardisierungsprojekten. Darüber hinaus arbeitet unser engagiertes Forschungsteam mit renommierten Partnern an Lösungen für die Herausforderungen des ÖPNV von morgen.

Schwerpunkt­themen

Unsere Vision für die Zukunft der Mobilität beschreibt ein Mobilitätsangebot, das eine Vielzahl von Verkehrsträgern integriert, einen müheloses Wechsel zwischen den verschiedenen Angebotsformen ermöglicht und so den Fahrgästen maximalen Komfort bietet. Dieses Mobilitätsangebot muss reibungslos funktionieren, nachhaltig sein und dabei kosten- und ressourenbewusst betrieben werden können. Durch unsere Teilnahme an verschiedenen Forschungsprojekten kommen wir dieser Vision immer näher und gestalten die Trends im ÖPNV aktiv mit. Hier erfahren Sie mehr über einige unserer Projekte.

Aktuelle Forschungsprojekte

KARL

Das Verbundvorhaben KARL (Kompetenzzentrum KARL - Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe) untersucht die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf Arbeitsumfeld und Betriebsorganisation. Ziel ist es, menschzentrierte, transparente und lernförderliche KI-unterstützte Arbeits- und Lernsysteme zu konzipieren und praktisch zu erproben. INIT wird KI-basierte Assistenten zur Unterstützung von Disponenten erforschen.

LogIKTram


Der stetig zunehmende Lieferverkehr in deutschen Innenstädten stellt Transportunternehmen und Kommunen vor wachsende Herausforderungen. Im Rahmen des Projekts soll daher ein Prototyp für den weitgehend automatisierten Gütertransport in Stadtbahnfahrzeugen entstehen. INIT erforscht hierzu federführend eine innovative IKT-Plattform, die den sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Umschlag und Transport von Gütern im ÖPNV-Netz sicherstellen soll. LogIKTram ist Teil des Gesamtprojekts regioKArgo für die Stadt Karlsruhe und die Region.

Mobile Data Fusion


Das Ziel des Forschungsprojektes Mobile Data Fusion besteht darin, ein geeignetes Verfahren zur Abbildung der aktuellen Fahrgastnachfrage zu entwickeln. Gemeinsam mit mehreren Partnern wird INIT überprüfen, in welcher Form die Fusion unterschiedlicher Datenquellen eine zielgerichtete und kundenorientierte Angebotsplanung im ÖPNV unterstützen kann. Als Quellen kommen zum Beispiel Daten von automatischen Fahrgastzählgeräten, WLAN- und Bluetooth-Daten, Anfragen an Auskunftssysteme sowie Netz- und Wetterdaten in Frage.

SDIKA


Das Schaufenster Karlsruhe des Projektes Sichere Digitale Identitäten verfolgt das Ziel, Menschen, Organisationen und Prozesse durch sichere anwendungsübergreifende ID-Lösungen zu verbinden. Hierbei stehen digitale Souveränität und Interoperabilität im Vordergrund, sodass Menschen und Organisationen freie Wahl aus verschiedenen Handlungsoptionen haben und ihre Daten selbst kontrollieren können. INIT beschäftigt sich im Projekt mit Anwendungsfällen aus dem Bereich Mobilität und bindet die Mobilitätsplattform regiomove prototypisch an die entstehende SDI-Infrastruktur an.

SPEAKER

In unseren Wohnzimmern sind Sprachassistenten längst angekommen und stellen eine zunehmende Erleichterung im Alltag dar. Für die Wirtschaft und ihre spezifischen Anforderungen soll im Forschungsprojekt SPEAKER eine führende B2B-Sprachassistenzplattform "Made in Germany" entstehen. Als weltweit führender Anbieter integrierter IT-Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr wird INIT die Eignung der SPEAKER-Plattform für branchenspezifische Anwendungsfälle erproben und demonstrieren.

U-hoch-3


Mithilfe von umfassenden Echtzeitinformationen sowie erweiterten Transportmöglichkeiten sollen der ÖPNV attraktiver gestaltet und die Pkw-Nutzung im urbanen Raum reduziert werden. Ziel: Der Kunde soll möglichst „unbeschwert urban unterwegs“ sein. INIT entwickelt dazu auf Basis seiner erfolgreichen Zählsysteme präzise Auslastungsprognosen für Busse und Bahnen. In groß angelegten Tests sollen diese Informationen allen Nutzergruppen zugänglich gemacht und Änderungen im Mobilitätsverhalten erforscht werden.

Abgeschlossene Projekte

3iBS


Von 2012 bis 2015 legte ein Forscherteam den Grundstein für intelligente, innovative und integrierte Bussysteme. Sie erarbeiteten ein Basiswerk und systematisierten dabei eine Vielzahl von Forschungsarbeiten und -ergebnissen, um in künftigen Projekten innovative Buskonzepte entwickeln zu können, die schnell auch im öffentlichen Nahverkehr angewandt werden können.

aim4it


Das Projekt aim4it beschäftigte sich mit einem Reiseassistenzsystem für Personen mit besonderen Mobilitätsbedürfnissen. Es startete 2014 und wurde 2016 beendet. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden im Nachfolgeprojekt INK 2016 weiter vertieft.

DiMo-FuH


DiMo-FuH verfolgte das Ziel verschiedene Kommunikationsprozesse zu standardisieren. Das Team beschäftigte sich von 2017 bis 2018 mit der Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und seiner Umgebung, wie etwa der Leitstelle oder auch mobilen Endgeräten der Fahrgäste. Darüber hinaus wurde ein Standard entworfen, der die Kommunikation von Einheiten an einer Haltestelle miteinander und mit Drittsystemen ermöglicht.

DiMo-OMP


Das Projekt DiMo-OMP beschäftigte sich von 2017 bis 2018 mit dem Aufbau einer Referenzarchitektur für intermodale Reiseinformations- und -buchungsplattformen mit standardisierten Schnittstellen. Erarbeitet wurde ein umfassendes Schnittstellensystem, das den Austausch verschiedenster Daten zwischen Verkehrsunternehmen ermöglicht. Damit wurde der Weg geebnet - hin zu einer einzigen App, die über verschiedene Unternehmen hinweg alternative Reiseoptionen ermittelt sowie Echtzeitinformationen, Buchungs- und Zahlungsmöglichkeiten bietet.

EBSF


Von 2008 bis 2013 entwickelte das Projekt EBSF (European Bus System of the Future) ein Bussystem neuster Generation unter Berücksichtigung der Anforderungen europäischer Städte. Die Forscher konzentrierten sich darauf, neue Technologien für Fahrzeuge und Infrastruktur zu entwickeln und deren Einsatz in acht europäischen Städten zu testen.

EBSF_2


Primärer Fokus des europäischen Forschungsprojektes EBSF_2 war es nachzuweisen, dass Interoperabilität zwischen den Systemen verschiedener Anbieter durch europäische Standards herstellbar ist. Dabei konzentrierte man sich auf die Luftschnittstellen zwischen dem Fahrzeug und der Leitzentrale sowie innerhalb des Fahrzeugs. Das Projekt startete 2015 und wurde 2018 beendet.

INK 2016


Im Rahmen des österreichischen Forschungsprojekts INK 2016 wurden die Ergebnisse des Vorgängerprojektes aim4it weiter spezifiziert. Die Forschungsaktivitäten von 2016 bis 2018 konzentrierten sich dabei auf die Schnittstellen zwischen dem Fahrzeug und mobilen Endgeräten der Fahrgäste. Darüber hinaus trieb das Forscherteam die Implementierung einer Bluetooth-basierten Anwendung voran.

InREAKT


Das Projekt InREAKT wurde zwischen 2013 und 2016 bearbeitet. Es verfolgte das Ziel, sicherheitsrelevante Situationen und Ereignisse im Öffentlichen Nahverkehr automatisch zu erkennen. Verschiedenste Sensoren erfassen Vorfälle und leiten die Information an ein zentrales Eventmanagementsystem weiter. Das System klassifiziert den Vorfall und löst gegebenenfalls geeignete Maßnahmenbündel aus.

IP-KOM-ÖV


Bei IP-KOM-ÖV ging es von 2014 bis 2016 um die Entwicklung eines standardisierten, IP-basierten Kommunikationsservices für den ÖPNV. Dazu wurden eine Architektur und entsprechende Schnittstellen entworfen, welche den Zugang zu Fahrgastinformationen nachhaltig verbessern sollen.

iQMobility


Das Projekt iQMobility erforschte die Auswirkungen autonom fahrender Busse. Es startete 2016 und wurde 2020 beendet. Ziel war es Daten zu sammeln, die Rückschlüsse darauf zulassen, wie Systeme für Planung, Disposition und Depotmanagement angepasst werden müssen, damit sie den spezifischen Anforderungen fahrerloser Fahrzeuge Rechnung tragen. INITs Beitrag zum Projekt – die Integration der autonomen Busse in das ITCS – wird im Video erläutert.

MAVIS


In Partnerschaft mit der Land Transport Authority of Singapore (LTA) und SG Enable wurde speziell für sehbehinderte, hörgeschädigte und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste eine App entwickelt, die diesen Nutzern den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr in Singapur erleichtert. In der MAVIS-App kann der Fahrgast seine Fahrt individuell planen und wird durch die Reise begleitet, unter anderem durch Bus-Innen- und Außenansagen und eine entsprechende Information an den Busfahrer.

MENDEL


Das Forschungsprojekt MENDEL bereitet den Öffentlichen Personennahverkehr auf die Einführung der Elektromobilität vor. Durch die Optimierung von Planung und Betrieb können die Auswirkungen auf das Energienetz minimiert werden. Während durch neue Algorithmen die Infrastruktur kostenoptimiert aufgebaut werden kann. Das Projekt lief von 2016 bis 2019.  Mehr über das Projekt im Video.

regiomove


2017 starteten zahlreiche Partner das Projekt regiomove mit dem Ziel, die Mobilität in der ganzen Region Mittlerer Oberrhein voranzutreiben – indem so viele Mobilitätsservices wie möglich in einer einzigen Buchungs- und Bezahlplattform zusammengeführt werden. Demnach haben Fahrgäste des Karlsruher Verkehrsverbunds die Möglichkeit, sich mit der regiomove-App intermodale Reise-Vorschläge einzuholen – zu Fuß, ÖPNV, Fahrrad, Auto, Bike- und Car-Sharing – und direkt in der App eine Fahrt auszuwählen und als Gesamtheit zu buchen und zu bezahlen. Das Projekt wurde für einen der Sonderpreise im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises nominiert und 2020 beendet.

U-THREAT


Bereits kleine Störungen können zu großen Beeinträchtigungen im U-Bahn-System führen. Daher muss die Fähigkeit, bei einem Teilausfall nicht komplett zu versagen, weiter erhöht werden. Das von der STUVA (Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen) koordinierte, deutsch-französische Forschungsprojekt „U-THREAT – Resilienz unterirdischer ÖPNV-Systeme zur Gewährleistung der Verfügbarkeit“ erarbeitete Konzepte und technische Lösungen, um nach einem Vorfall möglichst rasch zunächst in einem eingeschränkten Modus weiterfahren und anschließend zum Normalbetrieb zurückkehren zu können. Die Grundlage bildete ein Bewertungsschema, mit dem die Verwundbarkeit einzelner Abschnitte des U-Bahn-Netzes ermittelt werden kann. Das Projekt startete 2017 und wurde 2020 beendet.

Knowledge Database

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen aus dem Bereich Forschung & Entwicklung? In unserer Knowledge Database finden Sie Details und News.

Forschungsthema
InREAKT:
Ereignismanagement
Forschungsthema
aim4it:
Reisen ohne Barrieren
Pressemitteilung
InREAKT mit Deutschem Mobilitätspreis 2017 prämiert

Juli 2017

Forschungsthema
EBSF_2:
Interoperabilität im ÖPNV
Pressemitteilung
INIT präsentiert Weltneuheit auf der IT-TRANS: Erste virtuelle Smartcard revolutioniert Ticketing

Januar 2018

Pressemitteilung
INIT liefert Buchungsplattform für Leuchtturmprojekt regiomove

20. Februar 2018

Artikel
Intelligentes Laden im Depot
Corporate News
Hauptversammlung bestätigt Wachstumsstrategie

16. Mai 2018

Pressemitteilung
Der „Best Manager“ 2018 arbeitet bei INIT

‘Talent in Mobility’-Award für Dirk Weißer

HR News
Talent in Mobility Award für Dirk Weißer
Forschungsthema
Digitalisierte Mobilität

Kontakt

Unsere Experten stehen Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Dirk Weißer

Director Research and Product Strategy
init SE
Deutschland

INIT Lösungen